Zum Inhalt springen
Arbeitsunfaelle.de
Fall der Woche Fälle Wissen Moments Karte Tools
/

Fall der Woche 20.–26. Oktober

×

Link kopiert

Fall der Woche 20.–26. Oktober Archiv

Maschinenwartung: Arm und Bein eingeklemmt

Ein Mitarbeiter wurde bei Reparaturarbeiten an einer Maschine schwer verletzt. Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit sicherer Stillsetzungsverfahren.

Zum Fall im Archiv

Fall im Überblick

Unfall
25.10.2025
Ort
Regen
Gefährdung
Quetschung
Schwere
Schwer verletzt

Prüfpunkt: Instandsetzungsarbeiten an Maschinen bergen hohe Risiken des Einklemmens, wenn Sicherheitsmaßnahmen nicht greifen.

  • Maschinen vor Wartung sicher stillsetzen und gegen unbeabsichtig

Zum Fall · Magazin-Archiv

Hergang des Unfalls

Am Dienstagmorgen ereignete sich in einem Betrieb im Landkreis Regen ein schwerer Arbeitsunfall. Ein 35-jähriger Mann war gegen 9:30 Uhr mit Instandsetzungsarbeiten an einer Maschine beschäftigt. Während dieser Tätigkeit erfassten Teile der Anlage seinen Arm und ein Bein. Kollegen befreiten den Verunfallten aus der Maschine und verständigten umgehend die Rettungskräfte. Der Mann wurde nach erster Versorgung vor Ort mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Organisation und Technik

Der Unfall ereignete sich während der Instandsetzung einer Maschine. Solche Arbeiten bergen hohe Risiken, insbesondere wenn bewegliche Maschinenteile nicht vollständig gesichert sind. Das Einklemmrisiko ist bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an komplexen Anlagen stets präsent. Die Schwere der Verletzungen an Arm und Bein deutet darauf hin, dass die Maschine während der Arbeiten in Bewegung geriet oder sich unerwartet bewegte. Eine sichere Stillsetzung der Maschine ist hierbei ein zentraler Aspekt der Prävention.

Prüfpunkte im eigenen Betrieb

Der Fall aus Regen zeigt die Relevanz von klaren Abläufen und technischen Sicherungen bei Instandhaltungsarbeiten. Im eigenen Betrieb können folgende Punkte überprüft werden:
  • Maschinenstillsetzung: Sind alle Maschinen vor Wartungs- und Reparaturarbeiten sicher stillgesetzt? Gibt es Verfahren, die ein unbeabsichtigtes Anlaufen verhindern?
  • Gefahrenanalyse: Werden bei Instandsetzungsarbeiten spezifische Gefährdungen wie das Einklemmrisiko systematisch bewertet? Sind entsprechende Schutzmaßnahmen definiert?
  • Unterweisung: Sind die Mitarbeiter, die Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen, ausreichend in den sicheren Verfahren unterwiesen? Kennen sie die Bedeutung von Lockout/Tagout-Verfahren oder vergleichbaren Sicherungsmaßnahmen?
  • Notfallmaßnahmen: Sind Kollegen für die Erstversorgung und Befreiung bei Unfällen an Maschinen geschult? Sind die Notrufabläufe klar kommuniziert?
Die konsequente Anwendung von Sicherheitsmaßnahmen vor Beginn von Instandsetzungsarbeiten kann solche Unfälle verhindern. Es geht darum, das Risiko des Einklemmens durch technische und organisatorische Vorkehrungen zu minimieren.

Quellen

  • Falldokumentation auf Arbeitsunfaelle.de
  • Originalmeldung

Frühere Wochen

  • Gestürzt durch Dachbruch bei Asbestsanierung, Soest
  • Sturz von Palette: Staplerhub im Hochregal
  • Gerüststurz: Vier Meter in die Tiefe
  • Kranarbeiten: Metallprofil trifft Kopf
  • Tödlich verletzt bei Unfall an Fahrgeschäft auf dem Münchner Oktoberfest
  • Betonteil löst sich – ein tödlicher Unfall
  • Kranstützfuß klemmt Mitarbeiter ein
  • Tödlich verletzt durch herabstürzenden Baucontainer auf Baustelle in Bernau bei Berlin
  • Staplerarbeiten: Tödliche Quetschung
  • Maschinenwartung: Arm und Bein eingeklemmt
  • Dacharbeiten: Sturz aus 12 Metern Höhe

Diese Website nutzt Google AdSense für Werbung und Matomo für anonyme Nutzungsstatistik. Dafür können Cookies gesetzt werden. Details in der Datenschutzerklärung.